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Das Konzept der All Electric Society

Die All Electric Society verstehen

Wenn Energie, Technologie und Wirtschaft zusammenwachsen.

Unsere Energieversorgung verändert sich grundlegend. Erneuerbarer Strom gewinnt an Bedeutung, technische Systeme werden zunehmend elektrifiziert und Daten verbinden bisher getrennte Bereiche.

Die All Electric Society beschreibt eine Zukunft, in der Energie, Produktion, Gebäude und Mobilität intelligent zusammenspielen. Für Unternehmen entstehen daraus neue Anforderungen, aber auch Chancen für Effizienz, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Erneuerbare Stromerzeugung
Daten und Kommunikation
Intelligente Steuerung
Energiespeicher
Stromnetz
Industrie und Produktion
Gebäude und Wärme
Mobilität und Logistik

Das Zukunftsbild

Fünf Grundlagen einer vernetzten Energiewelt

Die All Electric Society ist das Zukunftsbild einer weitgehend elektrifizierten, erneuerbar versorgten und digital vernetzten Wirtschaft. Sie ist keine einzelne Technologie und keine konkrete Organisation.

  1. Erneuerbare Energien

    Wind- und Solarenergie bilden eine wesentliche Grundlage einer zunehmend erneuerbaren Stromversorgung. Weil ihre Verfügbarkeit zeitlich schwankt, gewinnen Speicher, flexible Verbraucher und die Koordination des Energiesystems an Bedeutung.

  2. Elektrifizierung

    Elektrische Technologien ersetzen dort, wo technisch und wirtschaftlich sinnvoll, bisherige fossile Anwendungen. Beispiele sind elektrische Antriebe, Wärmepumpen, elektrische Prozesswärme und Elektromobilität.

  3. Sektorenkopplung

    Stromversorgung, Wärme, Mobilität, Gebäude und industrielle Prozesse werden zunehmend miteinander verbunden. Dadurch können Energieflüsse besser aufeinander abgestimmt werden.

  4. Digitalisierung und intelligente Steuerung

    Daten, Sensoren, Kommunikationstechnologien und Automatisierung ermöglichen die Erfassung und Steuerung von Energieflüssen. Damit können Erzeugung und Verbrauch besser koordiniert werden.

  5. Flexibilität, Innovation und Prozessgestaltung

    Neue Technologien eröffnen Möglichkeiten, Prozesse neu zu organisieren, Energieverbrauch zeitlich anzupassen und innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die Transformation betrifft deshalb auch betriebliche Abläufe und Entscheidungen.

Es geht nicht darum, jede Anwendung auf Strom umzustellen. Entscheidend ist das technisch und wirtschaftlich sinnvolle Zusammenspiel von Energie, Daten und betrieblichen Prozessen.

Energie und Daten verbinden

Wie funktioniert das Zusammenspiel?

Wählen Sie ein Element der Grafik, um mehr zu erfahren.

EnergieflüsseInformations- und Datenflüsse

Stromnetz

Das Stromnetz verbindet Erzeugung und Verbraucher. Anschlussleistung und Netzkapazität bestimmen mit, welche elektrischen Anwendungen am Standort möglich sind.

Schematische Darstellung: Das Stromnetz versorgt Verbraucher direkt. Speicher ergänzen das System. Verbindungen zeigen das mögliche Zusammenspiel, keine festen Flussrichtungen oder konkrete Anlagenplanung.

Alle Elemente und Verbindungen als Text

Erneuerbare Stromerzeugung

Wind- und Solarenergie liefern erneuerbaren Strom. Ihre zeitlich schwankende Erzeugung erfordert ein abgestimmtes Zusammenspiel mit Netz, Speichern und flexiblen Verbrauchern.

Daten und Kommunikation

Sensoren und digitale Kommunikation machen Erzeugungs-, Verbrauchs- und Prozessdaten verfügbar. Diese Daten sind eine Grundlage für Planung und Steuerung.

Intelligente Steuerung

Intelligente Steuerung nutzt Daten, um Erzeugung, Speicherung und Verbrauch aufeinander abzustimmen. Technische Grenzen und betriebliche Anforderungen bleiben dabei maßgeblich.

Energiespeicher

Speicher können Energie zeitlich verschieben, etwa Strom aus Photovoltaik. Sie ergänzen die Versorgung, sind aber kein zwingender Zwischenschritt für jeden Energiefluss.

Stromnetz

Das Stromnetz verbindet Erzeugung und Verbraucher. Anschlussleistung und Netzkapazität bestimmen mit, welche elektrischen Anwendungen am Standort möglich sind.

Industrie und Produktion

Elektrische Maschinen, Prozesswärme und flexible Produktionsabläufe können neue Anforderungen an die Energieversorgung schaffen. Nicht jeder Prozess lässt sich gleichermaßen elektrifizieren oder zeitlich verschieben.

Gebäude und Wärme

Wärmepumpen, Kühlung und Gebäudetechnik werden Teil der betrieblichen Energieplanung. Gebäude können durch geeignete Wärme- und Kältespeicherung Flexibilität ermöglichen.

Mobilität und Logistik

Elektrische Fahrzeuge benötigen passende Ladeinfrastruktur. Ladezeiten, Touren, Netzanschluss und Stromversorgung sollten gemeinsam geplant werden.

Energie: Erneuerbare Erzeugung ist mit dem Stromnetz verbunden. Das Netz ist direkt mit Industrie, Gebäuden und Mobilität sowie mit Speichern verbunden. Daten: Kommunikation liefert Informationen an die intelligente Steuerung. Diese tauscht Informationen mit Erzeugung, Netz, Speichern und Verbrauchern aus.

Die Perspektive Ihres Betriebs

Was verändert sich für Ihr Unternehmen?

Die Entwicklung zur All Electric Society betrifft nicht nur Energieversorger oder große Industrieunternehmen. Auch KMU müssen zunehmend Entscheidungen über Energieversorgung, Prozesse, Gebäude und Investitionen miteinander verbinden.

01

Energieversorgung

Strombedarf, Eigenversorgung und Energiepreise werden zu wichtigen strategischen Faktoren.

Wie könnte sich Ihr Strombedarf durch neue Anlagen verändern?

02

Netzanschluss

Neue elektrische Verbraucher können zusätzliche Anschlussleistung erforderlich machen.

Reicht Ihre Anschlussleistung für geplante Investitionen aus?

03

Produktion

Elektrifizierung und Automatisierung verändern technische Prozesse und ermöglichen neue Produktionskonzepte.

Welche Ihrer Prozesse lassen sich sinnvoll elektrifizieren?

04

Gebäude und Mobilität

Wärmeversorgung, Ladeinfrastruktur und Gebäudetechnik werden stärker Teil der betrieblichen Energieplanung.

Planen Sie Wärmeversorgung und Fahrzeugladen bereits gemeinsam?

05

Daten und Digitalisierung

Lastprofile, Verbrauchsdaten und digitale Steuerung werden für Entscheidungen wichtiger.

Wissen Sie, wann und wo im Betrieb Energie benötigt wird?

06

Wirtschaftlichkeit und Innovation

Neue Investitionsbedarfe entstehen, zugleich eröffnen sich Möglichkeiten für Prozessverbesserungen und neue Geschäftsmodelle.

Welche Investitionen passen zu Ihrer langfristigen Unternehmensplanung?

Drei illustrative Szenarien

So kann AES im Unternehmensalltag aussehen

Die folgenden Beispiele veranschaulichen mögliche Zusammenhänge. Sie sind keine dokumentierten Projektreferenzen und enthalten keine Einsparversprechen.

01

Produktionsunternehmen

Ausgangssituation
Die Produktion benötigt Strom zu festen Zeiten. Eigene Solarstromerzeugung und Verbrauch stimmen nicht immer überein.
Mögliche technische Veränderung
Photovoltaik, Produktionsplanung und Lastmanagement werden miteinander verbunden.
Bedeutung für den Betrieb
Geeignete Abläufe können an die eigene Erzeugung angepasst werden. Liefertermine und Prozessqualität setzen Grenzen.
Wirtschaftliche Voraussetzungen prüfen
Lastprofil, nutzbare Dachflächen, Investitionskosten, Stromtarife und die tatsächliche Verschiebbarkeit von Prozessen prüfen.
02

Logistikunternehmen

Ausgangssituation
Der Fuhrpark soll schrittweise elektrifiziert werden. Einsatzzeiten und Standzeiten bestimmen den Ladebedarf.
Mögliche technische Veränderung
Ladeinfrastruktur, Fuhrpark, Netzanschluss und Stromversorgung werden gemeinsam geplant.
Bedeutung für den Betrieb
Ladevorgänge werden mit Touren und Fahrzeugverfügbarkeit abgestimmt. Der zusätzliche Leistungsbedarf muss berücksichtigt werden.
Wirtschaftliche Voraussetzungen prüfen
Fahrprofile, Ladeleistung, Netzausbaukosten, Fahrzeugkosten, Stromtarife und betriebliche Verfügbarkeit prüfen.
03

Unternehmen mit Prozesswärme

Ausgangssituation
Ein Betrieb nutzt fossile Brennstoffe für Wärme mit bestimmten Temperatur- und Qualitätsanforderungen.
Mögliche technische Veränderung
Geeignete elektrische Technologien werden als Alternative zur bisherigen Wärmeerzeugung untersucht.
Bedeutung für den Betrieb
Strombedarf, Netzanschluss und technische Abläufe können sich verändern. Die Eignung hängt vom jeweiligen Prozess ab.
Wirtschaftliche Voraussetzungen prüfen
Temperaturniveau, Wirkungsgrad, Betriebsstunden, Energiepreise, Anschlussleistung und Umrüstungskosten prüfen.

Häufige Missverständnisse

Was die All Electric Society nicht bedeutet

Muss alles elektrisch betrieben werden?

Nein. Die direkte Nutzung von Strom wird wichtiger, ist aber nicht für jede Anwendung technisch oder wirtschaftlich sinnvoll.

Geht es nur um erneuerbare Energien?

Nein. Erneuerbare Energien sind eine wesentliche Grundlage. Entscheidend ist auch, wie Verbrauch, Speicherung, Produktion und Mobilität miteinander verbunden werden.

Reicht eine Photovoltaikanlage aus?

Nein. Eine PV-Anlage ist ein möglicher Bestandteil, ersetzt aber keine ganzheitliche Betrachtung von Energieversorgung und betrieblichen Prozessen.

Müssen KMU sofort investieren?

Nicht unbedingt. Häufig besteht der erste Schritt darin, die eigene Situation zu verstehen, relevante Daten zu erfassen und zukünftige Investitionen systematisch zu planen.

Von der Theorie zur Praxis

Wo steht Ihr Unternehmen heute?

Die All Electric Society ist ein langfristiges Zukunftsbild. Welche Veränderungen für ein Unternehmen relevant sind, hängt von seiner Ausgangssituation ab.

Mit dem AES Readiness Check können Sie Ihre bisherigen Voraussetzungen betrachten und mögliche Handlungsfelder erkennen.

Vertiefen und einordnen

Weiterführende Informationen

Fachliche Quellen